Aktuell

Logo


Januar 2009

Bendula

Afrikanisch-Deutsche Küche

Ein Bericht in der Zeitschrift PRINZ verrät Ihnen mehr über uns.

 

Restaurant Bendula - Bericht aus dem PRINZ

 


 

 

Sonntag, 25. Januar 2009


Nie etwas anbrennen lassen

 

Beispielhafte Karriere: Ehemaliger Tellerwäscher ist seit kurzem

selbst Restaurantchef

 

Von: Bettina Gössler

Als Ansumana Suwa erstmals deutschen Boden betrat, kannte er keinen Menschen in der

Republik – und nicht ein einziges Wort unserer Sprache.

 

weser report

Ansumana Suwa, hier mit seiner Frau Fanta Tambedou, hat sich nach 15 Jahren in Deutschland
mit dem afrikanischen Restaurant „Bendula“ selbstständig gemacht. Foto: Schlie

 

Das war vor ziemlich genau 15 Jahren. „Natürlich hatte ich bei meiner Ankunft auch die völlig falsche Kleidung an und habe erbärmlich gefroren“, erinnert sich der gebürtige Gambier. Dass er in dünner Jacke und Slippern ausgerechnet in Bremen landete, war „reiner Zufall“. „Zunächst bin ich per Flieger in Belgien angekommen und habe von dort aus einen Zug gen Osten genommen. Man sagte, Bremen sei eine überschaubare Metropole.“ Und in dieser hat der heute 40-Jährige eine beispielhafte Karriere gemacht. Nach ein paar einsamen Nächten im Hotel hatte er sein Tagesgeschäft geregelt:

 

Erst verdiente der smarte Schwarze Geld als Tischler in den Bremer Werkstätten, dann als Tellerwäscher im Hotel zur Post. Dem damaligen Küchenchef Arnd Feye wurde schnell klar, dass Ansumanas Talente damit vergeudet waren.

 

Der Schützling des Sternekochs bewies nämlich keinesfalls nur Fähigkeiten als „Saubermann“. Wenn es um die Zubereitung von exklusiven Speisen ging, präsentierte er solch „geschmackvolle“ Ideen, dass Feye ihn zu einer Kochlehre animierte. Ansumana nahm das Angebot an, ließ aber auch anderweitig „nichts anbrennen“. Nebenbei absolvierte er mehrere Sprachkurse und verdiente sich zu den Lorbeeren im Job durch Gartenarbeit noch ein paar Euro und viele Komplimente für seine Hilfsbereitschaft hinzu.

 

Dann begann der berufliche Aufstieg. Die ehemalige Hilfskraft schaffte es im Laufe der Jahre, sich zum stellvertretenden Küchenchef des Hotel zur Post hochzuarbeiten. Seit wenigen Wochen wiederum ist er „ganz nebenbei“ sein eigener Herr. Wenn er nachmittags den Herd in der Herberge ausgestellt hat, dreht er den in seinem neuen Lokal „Bendula“ an. Und in dem Restaurant, dessen Name in seiner Heimatsprache so viel wie „Treffpunkt“ bedeutet, begrüßt er die Gäste mit einem strahlenden Lächeln und in fließendem Deutsch.

 

„Bendula“

Münchener Straße 57,

Telefon 70 90 16 54,

Öffnungszeiten:

Montags bis freitags sowie sonntags 18 bis 0 Uhr, samstags 16 bis 1 Uhr.

 

 


 

BENDULA

 


 

Bericht Januar 2009 / bremen4u

bremen4u

 


 

 

Ein kleiner Tipp: sehen Sie sich doch bitte die Homepage www.africancultureweb.de an

 
Letzte Änderung: 15.09.2009